Wie funktionieren FFP2-Masken?

Dicht am Gesicht anliegende FFP-Masken bewahren den Träger zuverlässig vor Bakterien und Viren. Solche Atemschutzmasken filtern auch selbst kleinste Aerosole und Partikel aus der Umgebungsluft. Schutzmasken mit Ausatemventil bieten einen größeren Tragekomfort. Schutzmasken ohne Ausatemventil verhindern, dass der Träger sein Umfeld mit den ausgeatmeten Aerosolen kontaminiert. So gibt es die FFP-Masken in unterschiedlichen Schutzstufen.

Was ist eine FFP2-Atemschutzmaske?

Eine FFP2 Maske filtert 95 Prozent aller Partikel aus der Umgebungsluft und bietet einen sicheren Schutz vor Stoffen wie flüssigen und festen Stäuben, Aerosolen und Rauch. Eine Maske der Schutzklasse FFP2 verringert das Ansteckungsrisiko für den Träger und für andere Menschen. Beim Sprechen, Niesen, Ausatmen oder Husten verringert eine FFP2-Maske die Verbreitung von Viren und Bakterien in der Umgebungsluft.

Gemäß der geltenden DGUV Regel 112 bis 190 dürfen FFP2-Masken bei Konzentrationen bis zum 10-fachen des Grenzwertes am Arbeitsplatz (AGW) verwendet werden.
Diese Masken schützen gegen gesundheitsschädliche Teilchen auf Öl- und Wasserbasis, nicht aber gegen krebserzeugende Substanzen, radioaktive Partikel, Enzyme biologische und luftgetragene Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3.
Der Undichtigkeitsfaktor einer solchen Maske beträgt höchstens 8 und wenigstens 94 Prozent der Schadstoffe, mit welchem die Schadstoffe aus der Umgebungsluft gefiltert werden.

Typische Anwendungsbereiche für die FFP2-Maske sind zum Beispiel der Umgang mit Holz, Glasfasern, Metall, Ölnebel und Kunststoffen. Diese Masken sind hautfreundlich atmungsaktiv. Sie enthalten keine Chemikalien oder Farbstoffe.
Die Masken sind für den Einmalgebrauch vorgesehen und somit nicht waschbar.
Sie besitzen eine flexible Einheitsgröße mit einer V-förmigen Nasenkontur und Schlaufen für die Ohren mit einem elastischen Bund für einen optimalen Sitz.

Was muss beim Tragen der FFP2-Maske beachtet werden?

Der Atemwiderstand vergrößert sich generell mit diesen Partikelfiltermasken. Vor allem bei körperlicher Belastung kann dies nach geraumer Tragezeit zum Problem werden. Daher sind regelmäßige Pausen ohne Maske wichtig.
Weil es für den privaten Gebrauch von einer FFP2 Maske bisher keine genauen Angaben bezüglich der Anwendungsdauer gibt, kann sich an den Begrenzungen aus dem Arbeitsschutz orientiert werden. Hierzu gibt es spezielle Angaben in den DGUV-Regeln 112 bis 190 zur Anwendung von Atemschutzgeräten der gesetzlichen Unfallversicherung.
So wird für FFP2-Masken mit einem Ausatemventil eine maximale Tragezeit von zwei Stunden bei einer mittelschweren körperlichen Arbeit empfohlen. Im Anschluss soll die Maske für wenigstens eine halbe Stunde abgesetzt werden.
Für FFP2-Masken ohne ein Ausatemventil wird eine Tragedauer von maximal 75 Minuten bei einer mittelschweren Arbeit empfohlen, auf welche eine Pause von einer halben Stunde zum guten Atmen folgen soll. Somit sind fünf Einsätze je Arbeitsschicht möglich.

Bei einer hohen körperlichen Belastung oder warmen Temperaturen kann sich die Anwendungsdauer verkürzen. Außerdem muss die gesundheitliche Konstitution des Trägers berücksichtigt werden. Wer sich mit der Maske unwohl fühlt oder eventuell Schwierigkeiten beim Atmen hat, muss mehr Pausen einplanen.

Im privaten Gebrauch der FFP2-Masken bieten sich mehr Möglichkeiten für solche Pausen an. Es kommt deshalb nicht so sehr auf die Länge der Tragezeit, sondern auf die völlige Nutzungsdauer an.

Generell sind FFP2-Masken Einwegprodukte, welche sich nicht säubern oder waschen lassen und deshalb können sie nicht mehrfach angewandt werden. Wer das Risiko der Mehrfachnutzung eingehen möchte, muss sich beim Umgang mit dieser Maske an die Vorgaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung halten.